Im mit Spannung erwarteten Duell der Rückrunde trafen die Schattdorfer auf den unangefochtenen Tabellenführer Willisau. Nach der Niederlage in der Vorrunde mit 10 zu 27 Punkten lagen die Vorzeichen klar zugunsten der Luzerner Hinterländer. Doch die Schattdorfer hatten den Schwung des jüngsten Sieges über Oberriet-Grabs mit im Gepäck. Optimistisch und voller Energie wollten sie die gute Leistung von letzter Woche bestätigen.
Von Caroline Buscher

Der Kampf begann mit einem Paukenschlag: Lion Husmann stellte sich dem drei Jahre jüngeren Julian Meyer und liess seinem Gegner keine Chance. Mit einem deutlichen 7 zu 1 Punktesieg setzte Husmann ein erstes Ausrufezeichen. Christoph Waser hingegen musste sich sofort defensiv einstellen. Gegen den Internationalen Samuel Scherrer gab es für Waser kein Durchkommen – der Beckenrieder unterlag mit 0 zu 15 Punkten. Sergio Gamma trat gegen Timon Zeder an, konnte jedoch ebenfalls nicht punkten und verlor klar mit 0 zu 15 Punkten durch technische Unterlegenheit. Flavio Herger kämpfte tapfer und sammelte zwei Punkte, musste jedoch Daniel Häfliger mit einem 2 zu 11 Punktesieg den Vortritt lassen. Sven Gamma war der zweite erfolgreiche Mann für die Schattdorfer vor der Halbzeit. In einem dominierenden Auftritt bezwang er Timo Koch mit 10 zu 1 Punkten und hielt die Hoffnungen auf einen Tabellenpunkt seines Teams am Leben. Dennoch waren die Urner zur Halbzeit mit 7 zu 13 Punkten im Rückstand.
In der zweiten Hälfte trat Nicolas Christen auf die Matte und zeigte eine abgeklärte Leistung. Gegen den jungen Ueli Rölli dominierte er mit Leichtigkeit und feierte einen 15 zu 0 Punktesieg durch technische Überlegenheit. Aaron Zberg hingegen hatte einen zähen Kampf gegen Illia Terzi und musste sich knapp mit 1 zu 4 Punkten geschlagen geben. Yannick Epp traf auf einen alten Bekannten: Joel Marti, die ehemalige Schattdorfer Doppellizenz, erwies sich als zu stark und so musste sich der Seedorfer mit 6 zu 11 Punkten geschlagen geben. Benjamin Gander bewies einen kühlen Kopf und sicherte sich einen Punkt gegen den Internationalen Michael Portmann, musste sich aber am Ende mit 1 zu 18 Punkten geschlagen geben – erneut durch eine technische Unterlegenheit. Den Schlusspunkt setzte Michael Epp, welcher gegen Florian Bissig einen spannenden Kampf lieferte, jedoch mit 2 zu 5 Punkten das Nachsehen hatte.
Am Ende trennten sich die beiden Teams mit 14 zu 26 Punkten. Zwei Runden vor Schluss stehen die Urner immer noch punktgleich mit Oberriet-Grabs am Tabellenende. Die nächsten Herausforderungen stehen bereits vor der Tür: Am Samstag, den 02. November 2024, empfangen sie Freiamt zum letzten entscheidenden Heimkampf (19:00 Uhr) und am 09. November 2024 folgt der Auswärtskampf in Kriessern. Die Schattdorfer sind entschlossen, die nächsten beiden Chancen bestmöglich zu nutzen, den starken Kampfgeist erneut zu entfachen und den Sack aus eigener Kraft zu schliessen.