Gegen das Team aus Freiamt duellierten sich die Urner gegen den gleichplatzierten in der Tabelle. Mit der deutlichen Niederlage konnten sich die Aargauer absetzen und liegen nun einen Platz vor den Schattdorfern.
Von: Caroline Bucher

Vor dem zweiten Rückrundenkampf in der Gruppe A der Swiss Premium League trafen die Schattdorfer auf das punktgleiche Freiamt. Der Sieger wird einen Platz nachrücken und sich direkt hinter dem Leader aus Willisau einreihen und der Verlierer muss mit dem dritten Zwischenrang Vorlieb nehmen. Nach dem knappen Duell in der Vorrunde, welches die Aargauer mit 16 zu 17 für sich entscheiden konnten, war das Publikum gespannt auf die Revanche. Da die Kaderringer nun allesamt wieder ins Wettkampfgeschehen der NLA miteingreifen können, war bereits vor Anpfiff klar, dass die Karten für die Urner wohl schlechter liegen als für die Aargauer.
Momtaz Alizada zeigte sich von Beginn weg motiviert und voller Tatendrang. Er kam gegen Sven Steiger früh mit 4 zu 0 Punkten in Führung und baute diese weiter aus. Steiger entkam nur haarscharf einer Schulterniederlage und konterte wenige Augenblicke später selbst zum 9 zu 1 Punktezwischenstand. Beim zweiten Anlauf klappte es dann für den Schattdorfer und er konnte Steiger mit einem Schultersieg bezwingen und wurde für seinen hartnäckigen Kampfstil belohnt. Mit grossem Jubel wurde er für seinen ersten Saisonsieg bejubelt und später auch zum «Best Fighter» gekürt. Christof Waser bekam es mit den Schwinger Nick Alpiger zu tun. Beide sind im Sommer im Sägemehl unterwegs und boten dem Publikum von Beginn weg einen attraktiven Kampf. Alpiger ging früh mit 0 zu 4 Punkten in Führung, doch der Beckenrieder nutzte seine Konterchance zum 2 zu 8 Punktezwischenstand. Auch nach der Pause gab der Freiämter den Takt an und konnte bis zum Abpfiff zum 2 zu 14 Punkteendstand erhöhen. Alpiger seinerseits wurde nach dem Kampfende ebenfalls zum «Best Fighter» seines Teams gekrönt. Thomas Epp ging gegen Kevin Birchler bereits mit der ersten Aktion in Führung. Mit weiteren Aktionen am Boden erhöhte der Seedorfer noch in der ersten Kampfminute auf 7 zu 0 Punkte. Epp reihte Beinangriff an Beinangriff, musste aber in den letzten Kampfsekunden der ersten Kampfhälfte eine Zweierwertung abgeben (11:2). Der Freiämter blieb fokussiert und konnte erneut punkten, doch Epp liess nichts anbrennen und gewannt mit einem Punktestand von 13 zu 3. Flavio Herger geriet gegen Nikita Gerasymenko früh in Bedrängnis und lag nach der ersten Aktion mit 0 zu 6 Punkten in Rückstand. Herger blieb aber unbeirrt und holte seinerseits zwei Anschlusspunkte (2:6). Nur wenige Sekunden nach der Pause lancierte der Freiämter den entscheidenden Angriff und bezwang Herger mit einem Schultersieg. Der Schattdorfer Ringer Saveljis Sabeskis bestritt gegen Nils Leutert sein Debut auf der Schweizer Ringermatte. Der Schweizer Internationale Leutert machte mit dem Urner kurzen Prozess, liess nichts anbrennen und gewann mit einem Schultersieg. So lagen die Urner nach den ersten fünf Kämpfen mit 8 zu 12 Punkten gegen die Freiämter in Rückstand. Sven Epp und Kimi Käppeli lieferten sich lange ein ausgeglichenes Duell. Käppeli nutzte seine Punktegelegenheiten aus und führte zur Pause mit 0 zu 3 Punkten. Epp kehrte spritzig und frisch gestärkt aus der Pause zurück auf die Matte, aber es gelang ihm trotz grossem Engagement nicht zu punkten und der Freiämter konnte sein Punktekonto weiter erhöhen (0:7). Epp liess sich jedoch nicht unterkriegen und konnte in der Schlussphase zum 2 zu 7 Punkteendstand verkürzen. Im Duell bis 70kg Freistil trafen die beiden Internationalen Aaron Zberg und Nino Leutert aufeinander. Die Beiden begegneten sich auf Augenhöhe und boten den Zuschauern ein spannendes Spektakel. Ein Step-Out und eine ungenutzte Aktivitätszeit brachten Leutert mit 0 zu 2 Punkten in Führung. Nach der Pause versuchte Zberg mit grossem Elan an Zählbares zu kommen, doch der Freiämter wehrte die Angriffe allesamt ab. Leutert sicherte sich noch weitere Punkte zum 0 zu 5 Endstand. Nicolas Christen bekam es mit Marc Weber zu tun. Die beiden kennen sich bestens und sind stets Garanten für einen spannenden Fight. In der Vorrunde gewann Christen das Duell mit 2 zu 0 Punkten für sich. Der Schattdorfer ging im Rückrundenkampf durch Passivität mit 1 zu 0 in Führung. Eine kurze Unachtsamkeit kostete den Attinghauser die Führung (1:2). Anschliessend konnte Weber durch Passivität auf 1 zu 3 und später mit einer weiteren Zweierwertung am Mattenrand zum Punkteendstand von 1 zu 5 erhöhen. Benjamin Gander trat gegen Michael Bucher an. Nach kurzem Abtasten zog Bucher die Schraube an und ging mit 0 zu 6 Punkten in Führung. Auch in den nächsten Aktionen hatte der Freiämter alles im Griff und dominierte das Kampfgeschehen. Der Freiämter lag bis zur Pause mit 0 zu 9 Punkten vorne. Ähnlich ging es auch in der zweiten Kampfhälfte weiter. Beide neutralisierten sich weitgehend gegenseitig und der Freiämter gewann das Duell mit 0 zu 10 Punkten. Lars Epp und George Bucur trugen den Abschlusskampf des Abends aus. Der Freiämter lag zur Pause mit 0 zu 4 Zählern in Führung. Bucur blieb stets am Drücker und konnte auch nach der Pause weitere Punkte zur 0 zu 13 Punkteführung holen. Kurze Zeit später konnte der Freiämter zum 0 zu 15 und somit zur technischen Unterlegenheit erhöhen.
In der ersten Hälfte konnten die Urner noch mithalten, doch mit der zweiten Hälfte machten die Freiämter alles klar und dominierten mit 10 zu 25 Punkten. Am nächsten Samstag, 10. Oktober 2026 folgt gegen den Tabellenleader aus Willisau der letzte Kampf der Gruppenphase. Um 19:00 Uhr wird der Kampf in der heimischen Isenringen Halle lanciert.