Die neue Saison ist mit einigen Veränderungen gespickt. Auch bei der Ringerriege Schattdorf haben diese Neuerungen Spuren hinterlassen, wobei der Verein an der langjährigen Philosophie festhält und auf den eigenen Nachwuchs setzt.
Von: Caroline Bucher

Die Mannschaftsmeisterschaft 2026 steht ganz im Zeichen des Wandels. Der Verband erarbeitete mit einer Projektgruppe eine umfassende Ligareform, welche nun mit zahlreichen Anpassungen in Kraft treten wird. Deshalb stand die vergangene Saison 2025 unter einem speziellen Stern. Als Vorbereitung für die neue Saison 2026 gab es keinen Absteiger in die NLB, dafür aber gleich zwei Aufsteiger von der zweiten in die höchste Liga. Dies hat nun für die Saison 2026 zur Folge, dass mit den zwei Aufsteigern aus der Challenge League (Ufhusen und Weinfelden) neu insgesamt acht Teams in der NLA antreten. Diese werden in zwei Gruppen aufgeteilt, wobei die zwei Finalteilnehmer Willisau und Einsiedeln unterschiedlichen Gruppen zugewiesen wurden. Die restlichen Mannschaften wurden zugelost. So trifft die Ringerriege Schattdorf in der Gruppe A auf Willisau, Freiamt und Oberriet-Grabs. Jeder kämpft gegen jeden in der Gruppe. Nach dieser Qualifikation folgen die Viertelfinale übers Kreuz mit Hin- und Rückkampf. Anschliessend erfolgen mit den Siegern die Playoffs (mit Halbfinal und Final) und die Kämpfe um die Medaillen. Die Verlierer der Viertelfinale gehen in die Playouts, in welchen mit zwei Runden um die Ränge fünf bis acht und dadurch dem Ligaerhalt gekämpft wird. Neu wird der Tabellenletzte direkt absteigen, während der Meister der Challenge League direkt aufsteigt. Darüber hinaus wurden die Gewichtsklassen dem internationalen Standard angepasst und die Transferbestimmungen verschärft. Doppellizenzen sind in der Premium League nicht mehr erlaubt. Transfers können nur noch langfristig für drei Jahre abgeschlossen werden.
Neue Saison – Bewährte Strategie beibehalten
Mit diesen neuen Transferregelungen und der eigenen Vereinsphilosophie verzichtet die Ringerriege Schattdorf bewusst auf externe Verstärkungen und setzt konsequent auf die eigenen Ahtletinnen und Athleten. Die einzige Aktivität auf dem Transfermarkt war die Doppellizenz für Lars Epp mit der Ringerriege Hergiswil, um ihm nebst den Premium League Kämpfen auch die Option für den ein oder anderen Einsatz in der Challenge League offen zu halten. Die zweite Mannschaft ist mit der Rückkehr von Anja Epp sowie zahlreichen Nachwuchsathleten ebenfalls sehr gut aufgestellt und wird weiterhin von Mario Jauch betreut. In der 1. Liga bleiben weiterhin eine Medaille, das Sammeln von Wettkampferfahrung und das Vorantreiben der Entwicklung die Ziele.
Auch in diesem Jahr ist das Schattdorfer Kader mit einer gelungenen Mischung aus erfahrenen Routiniers und aufstrebenden Nachwuchskräften geprägt. Das Ziel bleibt, insbesondere in den unteren Gewichtsklassen die nächste Generation schrittweise an die höchste Liga heranzuführen. Mit Nicolas Christen wird die Teamstütze Nicolas Christen wieder auf die Matte zurückkehren, während Simon Gerig weiterhin auf der Verletzungsliste verbleibt und noch um sein Comeback kämpft. Das Urner Fanionteam hat sich mit einem Trainingslager in Schattdorf und einem ersten Formtest am Waldstättercup in Horw vorbereitet. Mit dem Sieg am Waldstättercup wurde die RRS ihrer Favoritenrolle mit einem starken Kader gerecht. Sie sicherten sich mit vier Siegen und einem Remis den Finaleinzug und bezwangen dort ein junges Team der RCW Lions deutlich. Anschliessend folgte der letzte Feinschliff mit einem Trainingsweekend in Schmitten, gemeinsam mit Teilnehmern aus Sense, Einsiedeln und Brunnen.

Saisonauftakt am Samstag, 5. September 2026
Mit einer guten Vorbereitung starten am nächsten Wochenende gleich beide Teams bereits in die neue Saison. Zuhause in der Isenringenhalle in Beckenried wird die zweite Mannschaft ab 15:00 Uhr die Saison eröffnen. Am Abend folgt dann der Show Down in der Premium League zwischen Schattdorf und Oberriet-Grabs. Bereits in der ersten Runde kommt es somit zum heissen Duell gegen die Ostschweizer. Das Ziel der Urner besteht darin, in der Gruppenphase Oberriet-Grabs hinter sich zu lassen und die Favoriten Willisau und Freiamt möglichst zu ärgern, um dann für die Viertelfinale auf dem Höhepunkt der Saison zu sein… und wer weiss, eine Überraschung zu schaffen!
Es wird bestimmt eine spannende Saison, mit vielen Neuerungen, neuen Teams in der Premium Leage und KO-Kämpfen, welche auch für das Publikum besonders attraktiv sind. Neben der Matte kann in der NLA erneut auf das bewährte Trainertrio, bestehend aus Michael Jauch, Erich Gisler und Richi Gisler gezählt werden.