Die Schattdorfer Ringer reisten mit insgesamt dreizehn Athleten ins Wallis an die Schweizermeisterschaften im Griechisch-Römischen Stil. Aufgeteilt in Alterskategorien (Aktive und Kadetten) wurden in je acht Gewichtsklassen Medalliensätze und Diplome vergeben. Das Urner Fanionteam sicherte sich mit Janik Imholz einen Schweizermeistertitel sowie vier Bronzemedaillen durch Andrin Imholz, Nikolaj Gamma, Benjamin Gander und Flavio Herger.
Von: Caroline Bucher

Andrin Imholz startete in der Gewichtsklasse bis 53kg mit einer hauchdünnen 2 zu 2 Punkteniederlage ins Turnier. Anschliessend konnte er sich mit zwei Siegen gegen Nico Zürcher (10:1) und Florian Ehrbar (6:3) den Einzug ins kleine Finale sichern. Dort liess er Luis Hausheer keine Chance und sicherte sich durch eine technische Überlegenheit (8:0) souverän den dritten Platz. Levin Tresch mass sich im sechzehnköpfigen Teilnehmerfeld bis zu 60kg Körpergewicht. Er schulterte zum Auftakt Rino Stadelmann. Auch Dario Limacher konnte dem Schattdorfer nichts entgegenbringen und verlor mit einer technischen Unterlegenheit (8:0). Gegen Tymur Pavliuchyk (0:10) und Rio Goldener (0:8) hatte Tresch dann allerdings zwei Mal das Nachsehen durch technische Unterlegenheiten. Im Kampf um den fünften und sechsten Rang machte Tresch dann jedoch den Sack zu und schulterte seinen Kontrahenten Ueli Schmidig, wodurch er den fünften Schlussrang belegte. Janik Imholz lieferte in der Gewichtsklasse bis 66kg ein starkes Turnier und wurde entsprechend mit dem Schweizermeister-Titel belohnt. Er bezwang im Auftaktkampf Oleksandr Hospod mit 6 zu 2 Punkten. Das Duell gegen Luca Eugster endete mit einem 6 zu 3 Punktesieg. Silvan Zanger konnte Imholz kurzerhand schultern und gegen Mattia Stadelmann sicherste sich der Urner einen 2 zu 1 Punktesieg. Äusserst knapp fiel der erste Kampf für Nikolaj Gamma in der Kategorie bis 74kg aus. Er verlor mit einer 1 zu 1 Punkteniederlage gegen Joel Burri. Anschliessend zeigte er jedoch Top-Leistungen und bezwang Jvan Pfister sowie Etienne Neff mit technischen Überlegenheiten (8:0). Auch im kleinen Finale gab er das Zepter nicht aus seinen Händen und holte sich souverän den Schultersieg und somit die Bronzemedaille gegen Joel Burri. Mit vier Teilnehmern bei den Kadetten belegten die Urner am Ende den dritten Rang in der Tabellenwertung, hinter Willisau und Kriessern.
Bei den Aktiven traten neun Urner Teilnehmer an und belegten am Ende den zweiten Rang in der Vereinswertung hinter Freiamt und vor Kriessern. Momtaz Alizada gab nach seiner Verletzung das Comeback auf der Wettkampmatte (bis 60kg). Er musste jedoch all seine Duelle frühzeitig an seine Gegner abtreten. Gegen Janis Bernet (0:9) und Sayed Mahdi Jamshidi (2:11) verlor er durch technische Unterlegenheiten. Die zwei weiteren Fights gegen Mustafa Ebrahimi und Jovica Papic musste Alizada jeweils mit einer Schulterniederlage abschliessen. Sergio Gamma traf in der Gewichtsklasse bis 65kg in der ersten Runde auf den späteren Vizeschweizermeister Robin Alt und verlor mit 2 zu 5 Punkten. Im zweiten Kampf gegen Abdul Habib Ayar fand Gamma nicht ins Kampfgeschehen und verlor durch eine technische Unterlegenheit, was sogleich das Turnierende für ihn bedeutete. Im grossen Starterfeld bis 70kg, welches insgesamt 13 Teilnehmer umfasste, gewann Michael Epp in der ersten Runde hauchdünn gegen Tim Schreiber mit einem 5 zu 5 Punktesieg. Gegen Fabian Meier machte Epp kurzen Prozess und sicherte sich einen Schultersieg. Im Kampf gegen Saya Brunner fielen die Zähler dann lediglich zu Gunsten des Freiämters und so verlor Epp durch eine technische Unterlegenheit (0:8). Mit dem 10 zu 1 Sieg durch technische Überlegenheit gegen Lukas Felder sicherte sich Epp den Einzug ins kleine Finale. Dort musste er jedoch seinem Gegner Tim Schreiber, gegen welchen er bereits zu Turnierbeginn auf die Matte trat, eine 0 zu 8 Niederlage durch technische Unterlegenheit einstecken. Somit landete der Flüeler auf dem vierten Schlussrang. In der Gewichtsklasse bis 75kg traten mit Benjamin Gander und Peter Zberg zwei Urner an. Peter Zberg startete mit einem Schultersieg gegen Moritz Köllnberger ins Turnier. In der zweiten Runde gegen Vladyslav Moshkin konnte Zberg zwar punkten, verlor aber am Ende aber mit 5 zu 10 Zählern. Gegen Esteban Tscharner folgte gleich die zweite Punkteniederlage. Im Platz um Rang 5 zu 6 kam es zum zweiten Duell gegen Mortiz Köllnberger. Auch diesen Kampf entschied Zberg mit einem Schultersieg für sich und belegte somit den fünften Schlussrang. Benjamin Gander starteten gegen Toni Rölli mit einem Schultersieg ins Wettkampfgeschehen. Auch der nächste Kampf gegen Fabien Meier dominierte der Beckenrieder und gewann mit 8 zu 0 Punkten. Dem späteren Schweizermeister Michael Portmann konnte Gander wenig entgegensetzen und verlor mit 0 zu 8 Punkten durch technische Überlegenheit. Moritz Köllnberger hingegen punktete Gander mit 8 zu 0 frühzeitig aus, wodurch er ins kleine Finale kam. Dort traf Gander auf Esteban Tscharner. Gander musste zwar einen Zähler abgeben, sicherte sich aber einen klaren 7 zu 1 Punktesieg und kürte sich mit der Bronzemedaille. In der Gewichtsklasse bis 80kg starteten die Brüder Lars und Yannick Epp. Yannick Epp musste in der ersten Runde gegen Illia Peretiatko eine Schulterniederlage einstecken und fand auch im zweiten Kampf gegen Sven Bammert nicht auf die Siegesstrasse. Er verlor gegen Bammert mit 2 zu 6 Punkten und musste das Turnier frühzeitig auf dem 13. Schlussrang beenden. Ähnlich erging es auch Lars Epp. Er verlor durch eine technische Unterlegenheit gegen Fritz Reber (4 zu 16) und konnte trotz Anschlusspunkten auch eine weitere technische Unterlegenheit gegen Joel Meier nicht abwehren (2:11). Demnach beendete er den Wettkampf frühzeitig auf dem elften Schlussrang. Der dritte der Gebrüder-Epp – Sven Epp – trat eine Gewichtsklasse höher an (bis 86kg). Gegen Daniel Häfliger sicherte er sich einen 5 zu 4 Startsieg nach Punkten. Marc Weber war allerdings stärker und so musste der Seedorfer eine 0 zu 8 Niederlage durch technische Unterlegenheit hinnehmen. Auch gegen Jan Faller verlor er mit 4 zu 6 Punkten. Im letzten Kampf gegen Vladyslav Shyshko folgte eine deutliche Niederlage durch eine technische Unterlegenheit (1:10), was für Epp den vierten Schlussrang bedeutete. In der Gewichtsklasse bis 97kg hiess es für Flavio Herger kämpfen gegen alle. Den Auftaktfight gegen Louis Gugolz gestaltete der Schattdorfer souverän mit einer technischen Überlegenheit (14:5). Auch Giovanni Leggio konnte dem Urner nichts entgegensetzen und so gewann Herger mit einem Schultersieg. Matthias Käser hingegen musste Herger den Weg frei machen und eine technische Unterlegenheit hinnehmen (0:9). Auch gegen den späteren Schweizermeister Nikita Gerasymenko kam Herger nicht an Zählbares und verlor mit einer Schulterniederlage. Im letzten Kampf reüssierte Herger aber über Illir Fetahu mit 5 zu 4 Punkten und wurde mit dem dritten Schlussrang belohnt.
Nach der Winterpause konnten die Ringer wieder wichtige Wettkampflust schnuppern, bevor am 02. Mai 2026 in Tuggen die Schweizermeisterschaft für die Aktiven, Kadetten und Frauen im Freistil folgt.