Schattdorf weiterhin am Tabellenende

Mit dem Kampf gegen Kriessern beendeten die Urner die Vorrunde mit einer Null-Punkte-Bilanz. Lediglich zwei Urner konnten ihre Kämpfe für sich entscheiden und demnach blieben die zwei Tabellenpunkte unbestritten in der Ostschweiz (13:23).

von: Caroline Bucher

Benjamin Gander dominierte den Kampf gegen Sven Hutter nach Belieben

Die beiden Mannschaften Schattdorf und Kriessern trafen seit dem Jahr 2000 bereits 40 Mal aufeinander, dabei konnten die Urner lediglich fünf Mal als Sieger von der Matte gehen – das letzte Mal im vergangenen Jahr (20:19). Momtaz Alizada startete überzeugend in den Kampf gegen Manuel Zäch. Alizada lancierte den ersten Angriff und konnte in der Bodenlage weitere Punkte nachlegen (6:0). Der Ostschweizer konnte jedoch in ähnlicher Manier nachziehen und glich das Duell zum 6 zu 6 Punktezwischenstand aus. Trotz knappem Pausenrückstand (6:8) liess sich Alizada nicht beirren und machte weiterhin Druck. Kurze Zeit später wurde er dafür auch belohnt und ging wieder in Führung (12:8). Zäch machte seinem Namen aller Ehre und liess bis zum Schluss nicht locker. Knapp 30 Sekunden vor Schluss zog der Kriessener mit einer Viererwertung gleich auf und konnte noch weiter nachlegen. So verlor der Urner den punktereichen und spannenden Kampf am Ende mit 12 zu 18 Zählern. Im Schwergewichtsduell leistete Christoph Waser gegen den erfahrenen Ex-Internationalen Damian Dietsche gute Arbeit. Waser befand sich in der ersten Halbzeit in der Defensivrolle, was er dann nach der Pause zu drehen vermochte und zum 1 zu 1 aufschliessen beziehungsweise kurz darauf auf 2 zu 1 erhöhen konnte. In der Bodenlage versuchte der Beckenrieder weiter zu punkten, was ihm dann mit etwas Nachdruck auch gelang (4:1). Dietsche seinerseits blieb stets fokussiert und konnte aufrücken (4:3). Waser konnte zum 5 zu 3 erhöhen, bevor Dietsche dann den entscheidenden Angriff lancierte und zum Schlussresultat von 5 zu 7 Punkten davonzog. Thomas Epp und Levin Meier neutralisierten sich anfangs gegenseitig, bis Meier mit 0 zu 1 in Führung gehen konnte. Epp trat in der für ihn ungewohnteren Stilart (griechisch-römisch) an und musste seine Defensivarbeit unter Beweis stellen. Auch nach der Pause war Meier der aktivere Kämpfer und konnte mit einer Zweierwertung erhöhen (0:3). Epp konnte am Mattenrand zum 1 zu 3 Punktezwischenstand verkürzen, doch der Rheintaler liess sich davon nicht beirren, zog sein Ding weiterhin durch und brachte Epp weiterhin in Bedrängnis. So verlor der Flüeler am Ende mit 1 zu 6 Punkten. Sven Epp und Daniel Loher schenkten sich gegenseitig nichts und lieferten sich einen knappen Kampf. Epp liess sich auch von einer blutenden Kopfwunde nicht beirren und konnte seinen knappen 1 zu 0 Punktevorsprung bis zur Pause verzollen. Nach dem Unterbruch blieb der Urner stets fokussiert, musste jedoch durch eine umstrittene Aktion dem Kriessener den Vortritt lassen (1:2). Epp gab bis zur letzten Sekunde nicht auf und dementsprechend knapp fiel das Endergebnis zugunsten des Rheintalers aus (2:3). Im Kampf zwischen Simon Gehrig und Sandro Hungerbühler wurden nach rund 90 Sekunden Kampfzeit die ersten drei Zähler zugunsten des Ostschweizers verteilt. Mit zwei weiteren Aktionen am Mattenrand konnte der Kriessener auf 0 zu 8 Punkten zum Pausenstand aufstocken. Ähnlich ging der Kampfverlauf auch anschliessend weiter und Hungerbühler konnte seinen Vorsprung zwei Mal erneut am Mattenrand mit Zweierwertungen weiter ausbauen (0:13). In der letzten Minute konnte Gehrig mit zwei Zählern etwas nachrücken, unterlag dem elf Jahre jüngeren Hungerbühler jedoch deutlich mit 2 zu 15 Punkten. Mit diesem fünften Kampf lagen die Urner nach der ersten Hälfte mit 5 zu 13 Mannschaftspunkten im Hintertreffen.

Yannick Epp bekam mit Ramon Betschart einen starken Kontrahenten zugeteilt. Der Internationale Betschart nutzte nach kurzem Abtasten gleich den ersten Angriff zum 0 zu 8 Punktevorsprung aus. Nach rund 130 Sekunden Kampfzeit unterstrich der Kriessener seine bestechende Form und sicherte sich den Schultersieg. Michael Epp bekam es mit dem bisher in dieser Saison unbesiegte Dimitar Sandov zu tun. Epp konnte zwar viele Angriffsversuche des Ostschweizers abwehren, musste ihm aber immer wieder Punkte zur 0 zu 5 Punkteniederlage zugestehen. Lars Epp musste sich im Kampf gegen den schnellkräftigen Tobias Betschart behaupten. In der ersten Kampfhälfte musste der Seedorfer fünf Zähler in gegnerische Hände abgeben, wehrte jedoch viele weitere Angriffsversuche erfolgreich ab. Betschart liess auch in der zweiten Kampfhälfte nichts anbrennen und ging mit 0 zu 9 Punkten als Sieger von der Matte. Nach diesen verlorenen acht Kämpfen konnten die Urner in den letzten zwei Fights den Spiess umdrehen und zwei Siege durch technische Überlegenheiten holen. Aaron Zberg liess gegen Elia Matt nichts anbrennen und war von Beginn weg am Drücker. Der Attinghauser nutzte jede Punktegelegenheit aus. Nach rund 90 Sekunden Kampfzeit punktete er seinen Gegner durch mehrere Beinschrauben mit 18 zu 0 Zählern aus. Benjamin Gander legte gleich einen weiteren deutlichen Kampf nach und liess seinem Gegner Sven Hutter keine Chance. Gander hatte das Kampfgeschehen fest in seinen Händen und bezwang den Ostschweizer nach knapp 100 Sekunden Kampfzeit mit 15 zu 0 Punkten durch technische Überlegenheit.

Die Urner bewiesen gegen das Team aus dem Rheintal mehrfach starke Nerven sowie grosser Kampfwille und holten sich dadurch wichtige Punkte. Doch unter dem Strich entschieden lediglich Gander und Zberg ihre Kämpfe (überlegen) für sich und sorgten zum Schluss für wichtige Ausrufezeichen. Die Ostschweizer ihrerseits liessen an ihrer Favoritenrolle nichts rütteln und gewannen verdient mit 13 zu 23 Punkten. Mit der fünften Niederlage in Folge behalten die Urner die rote Laterne weiterhin in eigenen Händen. Am 11. Oktober 2025 um 19:00 Uhr beginnt mit dem Heimkampf gegen Einsiedeln die Rückrunde. Im ersten Kampf verlor Schattdorf das Duell gegen die Klosterdörfler deutlich mit 9 zu 27 Punkten. Nun will das Team um Coach Richi Gisler sowie Michael Jauch alles in die Waagschale werfen und endlich wichtige Punkte holen.