Nach dem letzten Kampf der Saison steht fest, dass Schattdorf dank dem fulminanten Auswärtssieg über Oberriet-Grabs den Ligaerhalt aus eigener Kraft schafft. Dennoch mussten sie gegen das zweite Ostschweizer Team aus Kriessern eine deutliche 11 zu 26 Niederlage einstecken, doch dies änderte in der Tabellensituation nichts mehr.
Von: Caroline Bucher

Vor der letzten Begegnung war klar, dass die Schattdorfer den Ligaerhalt schaffen werden und sich so den Umweg über die Play-Outs ersparen, falls das Team aus Oberriet-Grabs keinen Sieg oder Unentschieden im letzten Kampf gegen Willisau holt. Da die Rheintaler jedoch ebenfalls deutlich mit 7 zu 28 Punkten gegen den Tabellenleader verloren, sicherten sich die Urner trotz gemeinsamem Tabellenrang den Ligaerhalt. Oberriet-Grabs hat beim Sieg über Schattdorf in Beckenried «nur» mit 18 zu 21 Punkten gewonnen, die Schattdorfer hingegen dominierten beim Auswärtssieg mit 23 zu 11 Punkten und sicherten sich somit die bessere Ausgangslage im Direktduell. Deshalb steht Schattdorf nun mit einer besseren Bilanz da und kann sich den Umweg in die Play-Outs ersparen. Doch nun zurück zur letzten Begegnung auswärts gegen Kriessern.
Erneut nahm das Team um Trainer Michael Jauch sowie dem Coachingstaff mit Erich sowie Richi Gisler einige Rochaden in der Aufstellung vor. In der tiefsten Gewichtsklasse bis 57kg Greco trat Raffael Fullin zu seinem zweiten NLA-Kampf gegen Levin Meier an. Fullin kam jedoch nicht in Fahrt und musste gegen Meier Lehrgeld bezahlen. Noch vor dem Ablaufen der Kampfzeit musste der Flüeler somit eine 0 zu 18 Punkteniederlage durch eine technische Unterlegenheit in Kauf nehmen. Christoph Waser gelang es gegen Daniel Loher einen Anschlusspunkt zu holen, doch Loher gab das Kampfgeschehen nicht aus seinen Händen und sicherte sich einen 1 zu 6 Punktesieg. Nach einer knapp einmonatigen Pause in der NLA und einem Internationalen Auftritt an der U23-Weltmeisterschaft in Tirana trat der Flüeler Thomas Epp wieder auf die Matte. Er liess Jason Gassner keine Chance und dominierte den Kampf nach Belieben. Epp punktete den Ostschweizer mit 16 zu 0 aus. Anschliessend trat der Schattdorfer Flavio Herger auf die Matte. Gegen Fabio Dietsche hatte Herger jedoch einen schweren Stand. Herger gelang es mit einer souveränen und abgeklärten Leistung einen wichtigen Punkt zu holen, doch am Ende musste er Dietsche zum 1 zu 4 Punktesieg gratulieren. Bei seinem letzten aktiven Auftritt in der NLA bekam es Sven Gamma mit dem Greco-Spezialist und mehrfachen Schweizermeister Dimitar Sandov zu tun. Sandov seinerseits weist in der Saison 2024 nach wie vor eine weisse Weste auf und zeigte auch gegen den abtretenden Gamma eine abgeklärte und dominierende Leistung. Trotz grossem Engagement gab es für den Urner nichts zu holen und so ging auch dieses Duell chancenlos mit einer technischen Überlegenheit an die Ostschweizer (0:15). Nochmals wurde der Routinier Gamma lautstark mit einem tosenden Applaus sowie einem Banner mit der Aufschrift «Als Kämpfer geboren – Dankä Sven für alles» vom Aktivsport verabschiedet. Mit grossen Emotionen – leider nicht aufgrund des Punktestandes von 6 zu 13 Punkten – ging es dann in die Pause.
Der Kampf zwischen Nicolas Christen und Ramon Betschart war sehr ausgeglichen und abgeklärt. Beide Akteure schenkten sich nichts und gestalteten einen Kampf auf Augenhöhe. Doch Betschart behielt knapp die Oberhand und gewann mit einem 1 zu 2 Punktesieg. Aaron Zberg musste gegen den stark auftretenden Dominik Laritz eine klare 2 zu 11 Punkteniederlage einstecken. Yannick Epp hatte in dieser Saison so manchen namhaften Gegner auf seinem Wettkampfzettel. Doch Epp bewies einen klaren Kopf und sicherte sich im letzten Saisonkampf den wohlverdienten und souveränen 11 zu 8 Punktesieg gegen Tobias Betschart. Benjamin Gander zeigte sich gegen Dorien Hutter engagiert, doch der Beckenrieder musste dem Ostschweizer den Vortritt lassen und eine 1 zu 8 Punkteniederlage hinnehmen. Im letzten Kampf des Abends sowie der Saison 2024 traf Lars Epp auf den amtierenden Schweizermeister Marc Dietsche. Dietsche hat in dieser Saison nur Siege zu verbuchen und an dieser Statistik konnte auch Epp nichts ändern. So musste der Schattdorfer Punkt um Punkt abgeben und dem Ostschweizer nach kurzer Zeit zum Sieg durch technische Überlegenheit gratulieren (0:16).
Mit dem finalen Punktestand von 11 zu 26 verloren die Schattdorfer ihren letzten Saisonkampf zwar deutlich, doch hinsichtlich des erreichten Ligaerhalts überwiegten die positiven Emotionen. Nun geht es in die wohlverdiente Winterpause, bevor dann im Frühjahr 2025 die Schweizermeisterschaften folgen. Mit den Rücktritten von Trainer sowie Teamroutinier Michael Jauch und der langjährigen Teamstützte Sven Gamma kann mit grosser Spannung in Richtung Saison 2025 geschaut werden. Wird es erneut grosse Rochaden sowie ein Wechsel im Coaching-Staff bzw. Trainerteam geben? Wir sind gespannt, was die Urner Stiere machen und blicken voller Vorfreude auf den Herbst 2025.