Niederlage im Viertelfinale gegen Einsiedeln

Die heisse Phase der Endrunde der Mannschaftsmeisterschaft der Swiss Premium League hat begonnen. Der erste Kampf zwischen Schattdorf und Einsiedeln fiel zugunsten der Schwyzer aus. Wollen die Schattdorfer noch ein Wörtchen mitreden und den Einzug unter die besten vier Teams schaffen, müssen sie für die Rückrunde in zwei Wochen nochmals alle Kräfte zusammenraffen und alles in die Waagschale werfen.

Von: Caroline Bucher

Aaron Zberg schulterte Wesal Akbari beinahe, punktete ihn später aber kurzerhand aus

Momtaz Hossein Alizada traf auf Stone Perlungher, welcher früher selbst bei den Schattdorfern aktiv war. Perlungher bestimmte von Beginn weg den Takt des Kampfes und ging früh in Führung. Der Klosterdörfler gestaltete den Fight sehr aktiv und lancierte präzise, erfolgreiche Angriffe. So kam es nach rund zwei Kampfminuten mit 0 zu 16 Punkten zur technischen Überlegenheit. Perlungher bekam für seine Leistung die Auszeichnung als «Best Fighter». Christoph Waser bekam mit Damian von Euw einen Internationalen Ringer vorgesetzt. Nach anfänglichem Abtasten ging der Schwyzer mit zwei Punkten in Führung. Mit einem weiteren Take-Down sowie sechs Durchdrehern am Stück machte von Euw kurzen Prozess und punktete den Schattdorfer frühzeitig aus (0:16). Sergio Gamma reichte Robin Biederer die Hand. Gamma musste aufgrund seines passiven Kampfstils einen Punkt und aus der anschliessenden Bodenlage heraus weitere zwei Zähler abgeben (0:3). Bei diesem Punktestand blieb es lange, bis Gamma in der zweiten Halbzeit mit einem Punkt aufgrund von Passivität des Schwyzers nachziehen konnte. Doch der Klosterdörfler holte sich eine weitere Zweierwertung zum Punkteendstand von 1 zu 5. Nicolas Christen zeigte gegen Andreas Burkard in der Gewichtsklasse bis 97kg Freistil einen starken Kampf. Mit einer unerwarteten Aktion holte sich der Urner die 2 zu 0 Führung. Bei einer Aktion am Mattenrand zog sich Christen eine Verletzung am Fuss zu und musste beinahe die ganze Verletzungszeit in Anspruch nehmen. Getapt und gekühlt trat er dann aber dennoch zurück auf die Matte und setzte den Kampf beim Punktestand von 2 zu 1 fort. Noch vor der Pause konnte Burkard erstmals in Führung gehen (2:3), doch der Attinghause nutzte gleich die nächste Möglichkeit um mit 4 zu 3 Punkten erneut vorzulegen. Der Klosterdörfler nutzte die Schwäche des Urners am Fuss aus und konnte zum 4 zu 4 ausgleichen. In der letzten Kampfminute konnte Christen eine weitere Zweierwertung holen, bevor Burkard erneut ausgleichen konnte (6:6). Erneut mit einem Beinangriff konnte sich der Schwyzer dann die entscheidenden zwei Punkte holen und das Duell somit mit 6 zu 8 Punkten für sich entscheiden. Thomas Epp traf auf River Perlungher. Der Einsiedler startete zügig und holte sich mit einem Push-Out die 0 zu 2 Punkteführung. Anschliessend fielen die weiteren Zähler dann allesamt auf das Konto des Urners. Mit einem Beinangriff und anschliessendem Take-Down konnte der Flüeler zum 2 zu 2 ausgleichen und vor der Pause mit einem Passivitätspunkt sowie einem weiteren Take-Down auf 5 zu 2 Punkte erhöhen. Auch nach der Pause ging der Kampf in ähnlichem Stil weiter und der Flüeler sicherte sich einen 10 zu 2 Punktesieg. Mit diesem einen Sieg von Epp gingen die Urner mit einem Rückstand von 5 zu 13 Punkten in die Pause.

Nach der Pause drehten die Urner den Spiess um und holten sich weitere vier Siege. Yannick Epp geriet gegen Sascha Schmid durch passiven Kampfstil mit 0 zu 1 in Rückstand, gab aber in der Bodenlage keine weiteren Punkte ab. Bei diesem Punktestand blieb es längere Zeit, bis Epp nach der Pause mit einer Viererwertung davonziehen konnte. Der Kloserdörfler nutzte gleich die nächste Aktion, um zum 4 zu 2 Punktezwischenstand zu verkürzen. Epp behielt den Kampf jedoch in seinen Händen und holte sich am Ende einen verdienten 5 zu 2 Punktesieg. Michael Epp ging gegen Jan Neyer mit einem Passivitätspunkt in Führung und bei diesem Punktestand blieb es bis zur Pause (1:0). Anschliessend wiederholte sich das Ganze zugunsten des Schwyzers (1:1). Doch Epp behielt den Durchblick und blieb konzentriert, sodass er aus der Bodenlage heraus direkt kontern und sich selbst eine Zweierwertung zur 3 zu 1 Punkteführung sicherte. Mit Nerven und einem starken Kampfgeist verzollte der Flüeler diesen Punktestand bis zum Abpfiff und ging verdient als Punktesieger von der Matte. Sven Epp musste gegen Pavel Untila bereits früh in die Defensive gehen. Aus dieser Verteidigungsrolle kam Epp nicht mehr heraus und musste Punkt um Punkt abgeben. 40 Sekunden vor Kampfende holte sich der Einsiedler den Sieg durch technische Überlegenheit (0:15), doch Epp wehrte sich vehement und gab die Punkte nur hart umkämpft ab. Aaron Zberg bestimmte gegen Wesal Akbari das Kampfgeschehen von Beginn weg. Bereits in der ersten Aktion ging der Urner mit insgesamt sechs Zählern in Führung (6:0). Der Einsiedler versuchte ebenfalls zu attackieren, wurde aber durch den Attinghauser gestoppt und erneut in die Schranken gewiesen (8:0). Die beiden boten dem lautstarken Publikum einen spannenden Kampf, in welchem beide Ringer aktive Kampfstile zeigten. Zberg behielt stets einen kühlen Kopf und ging mit 10 zu 0 Punkten in die Pause. Nach dem Unterbruch machte der Urner dann kurzen Prozess. Obwohl sich der Einsiedler hauchdünn vor einer Schulterniederlage retten konnte, nutzte Zberg gleich die nächste Aktion und sicherte sich den technischen Sieg mit 16 zu 0 Punkten. Mit dieser sackstarken Leistung durfte sich Zberg verdient zum «Best Fighter» küren lassen. Wie bereits so oft, war die Niederlage der Schattdorfer bereits vor dem letzten Kampf des Abends klar. Doch einmal mehr liess sich der Lokalmatador Benjamin Gander nicht davon beirren und zeigte gegen Jan Walker einen grandiosen Kampf. Der Beckenrieder nutzte eine Situation nahe am Mattenrand nicht erwartungsgemäss zum Push-Out, sondern lancierte kurzerhand eine Viererwertung rücklings zurück in die Mattenmitte und ging mit Folgeaktionen mit insgesamt 8 zu 0 Punkten in Führung. Das Publikum tobte und kam einmal mehr in den Genuss von spektakulärem Ringsport. Erst nach der Pause musste Gander Punkte abgeben, doch sein Sieg geriet nie in Bedrängnis (8:3).

Obwohl beide Teams gleich viele Kämpfe für sich entscheiden konnten, hatten die Einsiedler am Ende die Nase vorne und gewannen das Duell mit 15 zu 20 Punkten. Somit verloren die Urner ihren ersten Viertelfinals-Kampf und müssen nun am Samstag, 31. Oktober 2026 im zweiten Showdown auswärts in der Sporthalle Brüel in Einsiedeln den Spiess umdrehen, wenn sie sich einen Platz in den Play-Offs sichern wollen.