Magere Ausbeute gegen Willisau

In dritten und letzten Vorrundenkampf trafen die Urner auf die Willisau Lions. Erst im siebten
Kampf des Abends gelang es den Urnern zu punkten. Dementsprechend hoch fiel das
Endergebnis von 7 zu 28 Punkten aus.

Von: Caroline Bucher

Nicolas Christen bei einem der zwei siegreichen Duelle des Abends gegen
Volodymyr Vasychenko

Der Fight zwischen Momtaz Hossein Alizada und Abdul Rashid Hotak startete ausgeglichen.
Nach knapp 90 Sekunden gelang es dem Willisauer die Führung zu übernehmen (0:2). Dem
Schattdorfer hingegen gelang es vor der Pause trotz einem Angriffsversuch nicht zu punkten
(0:4). In der zweiten Kampfhälfte blieb es ausgeglichen und der Willisauer sicherte sich einen
0 zu 5 Punktesieg. Christoph Waser traf auf Delian Alishahi. Das Duell war sehr
ausgeglichen. In der ersten Halbzeit sicherte sich der Luzerner Hinterländer lediglich einen
Zähler. Auch nach dem Unterbruch neutralisierten sich die beiden Akteure grösstenteils
gegenseitig, was zu einem knappen 0 zu 3 Punktsieg für Alishahi führte. Das Gewicht bis
60kg konnten die Schattdorfer erneut nicht besetzen und so sicherte sich Sven
Krummenacher kampflose vier Mannschaftspunkte. Der Willisauer Nick Scherrer startete
gegen Flavio Herger von Beginn weg sehr angriffig. Verdient ging der Luzerner früh in
Führung und schaltete auch danach keinen Gang herunter, sondern reihte Angriff an Angriff.
Bereits vor dem Ablaufen der ersten Halbzeit holte sich Scherrer den Sieg durch technische
Überlegenheit (0:15). Der Flüeler Raffael Fullin bekam es mit Ivan Terzi zu tun. Fullin geriet
bereits in der ersten Aktion arg in Bedrängnis und konnte sich nicht mehr aus den Fängen
des Willisauers befreien. Er musste sich nach knapp einer Minute mit einer
Schulterniederlage geschlagen geben. Nach den ersten fünf Kämpfen konnten die Urner
noch keinen einzigen Zähler vorweisen auf ihrem Mannschaftskonto und lagen mit 0 zu 16
Punkten hinten.
Daran konnte auch Yannick Epp gegen Daniel Häfliger nichts ändern. Epp geriet durch einen
passiven Kampfstil und darauffolgender Bodenlage mit 0 zu 3 Punkten in Rückstand.
Anschliessend geriet Epp nach knapp zwei Kampfminuten durch einen Hüfter in eine
unausweichbare Lage und musste sich folglich mit einer Schulterniederlage geschlagen
geben. Auch Michael Epp gelang es gegen Jonas Müller nicht zu punkten. Der Willisauer
war der aktivere Fighter, was ihm den 0 zu 3 Punktestand zur Pause einbrachte. Auch nach
der Pause zeigte sich ein ähnliches Bild. Epp musste sich mit der Defensivrolle abgeben. Mit
grossem Einsatz und Beharrlichkeit gelang es dem Flüeler zwar den Anschlusspunkt zu
holen, doch Müller sicherte sich einen deutlichen 1 zu 9 Punktesieg. Erst Aaron Zberg holte
dann endlich den ersten Schattdorfer Sieg. Zberg zeigte sich gegen Alain Heller gewohnt
abgeklärt und führte zur Pause mit 1 zu 0. Nach der Pause zeigte sich Heller allerdings
ebenfalls angriffig, doch der Urner konnte dies grösstenteils erfolgreich abwehren und in
eigene Punkte ummünzen. Das Duell blieb bis am Ende spannend und der Attinghauser
durfte sich verdient zum 7 zu 1 Punktesieger feiern lassen. Nicolas Christen trat gegen
Volodymyr Vasychenko erneut im ungewohnteren freien Stil an, dennoch konnte er mit 3 zu 0
Punkten in Führung gehen. Mit weiteren Aktionen am Boden baute Christen den Vorsprung
weiter aus und wehrte die Angriffsversuche des Willisauers allesamt erfolgreich ab. Am Ende
gewann der Urner mit einem 9 zu 0 Punktesieg. Den letzten Kampf des Abends teilten sich
Benjamin Gander und Michael Portmann. Der Luzerner hatte das Kampfgeschehen von
Beginn weg in seinen Händen. Nach einer 0 zu 2 Führung konnte der Willisauer mit einer
Fünf- und einer Vierpunktewertung auf 0 zu 13 davonziehen. Doch gleich in der nächsten
Aktion bewies Gander seine starken Nerven und konnte seinerseits am Mattenrand mit zwei
Punkten nachziehen. Nach rund 30 Sekunden in der zweiten Kampfhälfte erhöhte Portmann
dann zum Punktestand von 2 zu 17 und holte sich somit einen Sieg durch technische
Überlegenheit.
Lediglich Aaron Zberg und Nicolas Christen holten sich den Sieg, wodurch das Endergebnis
von 7 zu 28 Punkten äusserst deutlich ausfiel. Kurz gesagt – das war wohl nix. Nach dem

äusserst knappen Kampf vom vergangenen Wochenende gegen Freiamt (16:17) konnten die
Urner die positiven Vibes nicht mitnehmen und mussten sich gegen die Lions klar
geschlagen geben. Nun gilt es sich gut zu erholen und dann am nächsten Samstag auswärts
in der Sporthalle Bildstöckli in Oberriet gegen Oberriet-Grabs frisch gestärkt wieder auf die
Matte zu gehen. Nach dem Sieg in der Vorrunde (20:15) treffen die Urner im ersten
Rückrundenkampf erneut auf die Ostschweizer und müssen ihren aktuellen dritten
Tabellenrang verteidigen.