Starker Auftritt von Anja Epp an der U20-Europameisterschaft in Skopje

Die U20-Europameisterschaften in Skopje (Nordmazedonien) boten den besten Nachwuchsringerinnen und -ringern Europas eine ideale Bühne, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Mit Anja Epp und Aaron Zberg standen auch zwei Athleten der Ringerriege Schattdorf im internationalen Einsatz und zeigten gegen starke Konkurrenz überzeugende Leistungen.

Anja Epp kämpft sich bis in den Viertelfinal

Aaron Zberg & Anja Epp

In der Gewichtsklasse bis 55 kg erwischte Anja Epp einen perfekten Start ins Turnier. Gegen die Türkin Elif Atakan dominierte die Schattdorferin von Beginn an und gewann den Kampf vorzeitig mit 11:0 Punkten durch technische Überlegenheit. Besonders ihre starke Kopfklammer bereitete der Gegnerin grosse Probleme. Mit mehreren Zweipunktwertungen baute Epp ihren Vorsprung kontinuierlich aus und stand zwischenzeitlich sogar kurz vor einem Schultersieg.

Bild: UWW

Im Achtelfinal wartete mit der Serbin Milica Perovic Sekulovic eine deutlich stärkere Gegnerin. In einem spannenden und ausgeglichenen Kampf bewies Epp Kampfgeist und Nervenstärke. Dank einer konzentrierten Leistung setzte sie sich knapp mit 8:7 durch und zog verdient in den Viertelfinal ein.

Dort traf sie auf die Polin Amelia Zofia Tomala. Während Epp ihre gefürchtete Kopfklammer diesmal nicht erfolgreich anbringen konnte, entwickelte sich ein intensiver Kampf auf Augenhöhe. Beim Stand von 2:3 setzte die Urnerin in den letzten Sekunden alles auf eine Karte. Ihr Wurfansatz wurde jedoch gekontert, wodurch sie den Kampf vorzeitig verlor.

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Da Tomala im anschliessenden Halbfinal gegen die spätere Europameisterin Mariia Yefremova aus der Ukraine unterlag, blieb Anja Epp die Teilnahme an der Hoffnungsrunde verwehrt. Dennoch darf sie auf einen gelungenen Wettkampf zurückblicken. Unter den 19 Teilnehmerinnen erreichte sie den hervorragenden 7. Schlussrang und bestätigte damit ihre starke Entwicklung auf internationaler Ebene.

Aaron Zberg verpasst die Hoffnungsrunde knapp

Für Aaron Zberg war das Turnier in der Gewichtsklasse bis 70 kg Freistil leider bereits nach dem ersten Kampf beendet. Der Attinghauser zeigte gegen den Rumänen David Stefan Boicea jedoch eine starke Leistung und musste sich äusserst knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Nach einem 0:1-Rückstand infolge einer Aktivitätszeit erhielt wenig später auch sein Gegner eine Passivitätsstrafe. Zberg nutzte die Möglichkeit zum 1:1-Ausgleich und lag dank des Wertungsvorteils zwischenzeitlich sogar in Führung.

In der Folge neutralisierten sich beide Athleten weitgehend. Mit einer starken Defensive liessen sie kaum gefährliche Aktionen zu. Erst rund 30 Sekunden vor Schluss gelang Boicea mit einem Step-out der entscheidende Punkt zum 2:1. Trotz grossem Einsatz fand Zberg in der verbleibenden Zeit keine Möglichkeit mehr zum Ausgleich.

Besonders bitter: Da der Rumäne bereits im Achtelfinal ausschied, blieb Aaron Zberg der Einzug in die Hoffnungsrunde verwehrt. Damit war sein Turnier vorzeitig beendet. Unter den insgesamt 18 Teilnehmern klassierte er sich auf dem 13. Schlussrang.

Wertvolle Erfahrungen auf internationaler Bühne

Auch wenn der ganz grosse Exploit diesmal ausblieb, konnten beide Athleten der Ringerriege Schattdorf wertvolle Erfahrungen auf höchstem europäischem Nachwuchsniveau sammeln. Während Anja Epp mit dem Einzug in den Viertelfinal und dem starken 7. Rang überzeugte, zeigte Aaron Zberg, dass er auch auf internationaler Ebene mit starken Gegnern konkurrenzfähig ist.