Fünf Urner Meistertitel an den Freistil-Schweizermeisterschaften

In Tuggen wurden im Freistil-Ringen bei den Frauen, Kadetten und Aktiven um die Meistertitel gekämpft. Mit insgesamt fünf Meistertiteln, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen ziehen die Urner eine positive Bilanz.

Von: Caroline Bucher

Starke Urner Frauen-Power

Bei den Frauen starteten insgesamt drei Urnerinnen. Und wie – sie sicherten sich gleich zwei Schweizermeister- sowie einen Vizeschweizermeistertitel. Nelia Baumeler gab von Beginn weg Vollgas. Sie holte sich vier Schultersiege gegen Charitha Purushothama, Anita Iilian Gilliéron, Paula Aguilar Santos und Kristina Kamberi. Nur gegen Yara Vetsch musste sie sich mit einer Schulterniederlage bezwingen lassen und holte sich somit den verdienten Vize-Schweizermeistertitel in der Kategorie bis 50kg. Bis 55kg dominierte die Flüelerin Anja Epp und zeigte ein hervorragendes Wettkampfs-Comeback nach jüngster Verletzung. Sie gestaltete all ihre vier Kämpfe siegreich und holte sich verdient den Schweizermeistertitel. Marina Brühlhart bezwang sie durch eine technische Überlegenheit (10:0). Einzig gegen Anna Damm wurde es mit 6 zu 4 Punkten etwas knapper. Diana Hristov musste leider verletzungsbedingt aufgeben und Luna Bloch Gardner bezwang Epp deutlich durch technische Überlegenheit (10:0). Delia Gisler liess in der Gewichtsklasse bis 60kg nichts Anbrennen und holte sich gleich drei Siege durch technische Überlegenheiten gegen Léa Emonet 10:0), Ilaria Giacomini (10:0) und Leonie Stadelmann (10:0). Sie durfte sich verdient ebenfalls die goldene Medaille umhängen lassen.

Einen Meistertitel, zwei Bronzemedaillen und drei Diplome für die Kadetten

Bei den Kadetten holte sich Javis Tresch bis 42kg den Schweizermeistertitel. Er bezwang seine Kontrahenten souverän mit technischen Überlegenheiten gegen Marius Gamma (10:0) sowie Henry Tschopp (11:0) und einem Schultersieg gegen Noa Moser. Der zweite Schattdorfer Marius Gamma holte nach der Startniederlage gegen den Vereinskollegen eine weitere Niederlage durch technische Unterlegenheit gegen Noa Moser (0:10) und einen Schultersieg gegen Henry Tschopp. So durfte sich der dreizehnjährige die Bronzemedaille umhängen lassen. In der Gewichtsklasse bis 53kg starteten insgesamt 10 Teilnehmer. Der Schattdorfer Andrin Imholz startete mit einer Niederlage ins Wettkampfgeschehen. Er musste sich durch Lee Dietschi auspunkten lassen (0:10). Anschliessend gelangen Imholz zwei Siege durch technische Überlegenheiten gegen Mobin Mohamadi (15:4) und Nico Zürcher, bevor er gegen Nico Gächter erneut ausgepunktet wurde (0:12). Im Kampf um Rang 5 und 6 sicherte sich Imholz dann mit einem 8 zu 4 Punktesieg den fünften Schlussrang und das Diplom. In der Kategorie bis 60kg umfasste das Starterfeld ganze 21 Teilnehmer. Darunter auch der Schattdorfer Levin Tresch. Er startete mit einem souveränen Sieg durch technische Überlegenheit über Yanis Tobler (10:0). Gegen Marco Limacher fand er dann jedoch keinen Weg, um an Punkte zu kommen (0:10). Den Kriessener Jaron Meier bezwang er mit 7 zu 4 Punkten. Gegen Timo Heeb sowie Ueli Schmidig machte er mit zwei Schultersiegen kurzen Prozess. Auch im Kampf gegen Max Bieri zeigte Tresch eine abgeklärte Leistung und sicherte sich einen 6 zu 4 Punktesieg. Aufgrund der Startniederlage kam der Urner ins kleine Finale und holte sich dort mit einer Schulterniederlage den undankbaren vierten Schlussrang und das Diplom. In der Gewichtsklasse bis 66kg gingen zwei Urner ans Werk. Raffael Fullin startete mit einem 10 zu 2 Punktesieg gegen den Vereinskollegen Janik Imholz. Gegen Abdul Rauf Rashidi holte sich Fullin einen Schultersieg, bevor er gegen Dario Stadelmann (0:10) und Emilien Sarrasin (0:11) zwei Niederlagen durch technische Unterlegenheiten hinnehmen musste. Im letzten Kampf machte Fullin dann jedoch den Sack zu gegen Adam Hasuev (5:4) und sicherte sich den fünften Schlussrang sowie das Diplom. Janik Imholz seinerseits holte sich nach der Startniederlage einen Schultersieg gegen Hamza Miakhil. Gegen Mattia Stadelmann konnte er zwar punkten, verlor aber dennoch mit einer technischen Unterlegenheit (2:12) und beendete den Wettkampf auf dem neunten Schlussrang. Nikolaj Gamma startete in der Kategorie bis 74kg. Im zwölfköpfigen Starterfeld verlor er nur gegen späteren Vizeschweizermeister Morris Kron (0:7). Jvan Pfister punktete Gamma mit 10 zu 0 Zählern aus. Gegen Christian Rölli holte er sich einen Schultersieg. Antyp Saienko musste den Wettkampf frühzeitig verletzungsbedingt aufgeben. Gegen Joel Burri holte sich Gamma einen 5 zu 1 Punktesieg. Im kleinen Finale dominierte Gamma gegen Nils Suter und holte sich mit einem Schultersieg die Bronzemedaille.

Zwei Schweizermeister und fünf Diplome bei den Aktiven

Thomas Epp wusste lange nicht, ob er an den Schweizermeisterschaften bereits wieder fit ist für ein Comeback. Doch er liess mit seinem Start keine Zweifel an seiner Form aufkommen und holte sich unangefochten den Schweizermeistertitel in der Gewichtsklasse bis 60kg. Er traf im Auftaktkampf auf den Vereinskollegen Momtaz Alizada und holte sich einen Sieg durch technische Überlegenheit (10:0). Fazel Ahmad Nuri schulterte der Flüeler und auch Sayed Mahdi Jamshidi punktete er frühzeitig aus (11:0). Im Finale holte er sich gegen Ivan Terzi ebenfalls einen frühzeitigen Sieg mit 10 zu 0 Punkten. Momtaz Alizada seinerseits holte sich nach der Startniederlage einen Schultersieg gegen Mustafa Shejai. Im Kampf gegen Janis Bernet kam er jedoch nicht an Zählbares (0:11) und schied somit frühzeitig aus dem Wettkampfgeschehen aus (9. Schlussrang). Brian Getta startete in der Gewichtsklasse bis 65kg. Im grossen Starterfeld mit insgesamt 25 Teilnehmer kam Getta zu drei Kämpfen und belegte am Ende Rang 14. Er verlor gegen Marlon Scoggan mit einer Schulterniederlage. Mit einer 4 zu 10 Punkteniederlage musste er dem Hergiswiler Jonas Schumacher gratulieren und letzten Kampf gegen Patrick Kurmann verlor Getta mit einer technischen Unterlegenheit (0:10). Michael Epp’s Start verlief wunschgemäss. Er konnte Robin Birchler vorzeitig mit 10 zu 0 Zählern auspunkten. Auch Hadi Shabani bezwang der Flüeler mit einem 9 zu 7 Punktesieg. Gegen Mathys Sarrasin zog Epp dann jedoch den Kürzeren und verlor mit 5 zu 7 Punkten. Gegen Remo Fallegger sicherte sich Epp einen hauchdünnen 2 zu 2 Punktesieg. Deutlicher fielen dann die beiden Folgekämpfe gegen Marvin Schmidiger (12:2) und Tinio Ritter (10:4) aus. Im kleinen Finale kam es erneut zum Showdown gegen Mathys Sarrasin. Nach der Punkteniederlage in der ersten Begegnung lag in der zweiten Runde jedoch nicht mehr so viel drin und Epp musste sich mit einer technischen Unterlegenheit geschlagen und mit einem Diplom zufrieden geben (0:10). Aaron und Peter Zberg starteten in der Kategorie bis 75kg. Aaron Zberg holte sich eine technische Überlegenheit gegen Nicola Alt (10:0) und einen Schultersieg gegen Claudio Santos. Darauf folgen zwei Punktesiege gegen Florian Bissig (9:6) und Sven Bammert (4:2). Im Finale gegen Roger Junker triumphierte Zberg nach Belieben und punktete seinen Kontrahenten souverän aus (13:0) und liess sich als Schweizermeister bejubeln. Für Peter Zberg kam es nach zwei Schultersiegen gegen Adam Daudaev und Dan Aeberli zu einer 4 zu 12 Punkteniederlage gegen Roger Junker. So blieb ihm der Einzug ins Finale verwehrt und er musste gegen Ostap Savka gleich nochmals eine Niederlage hinnehmen (4:14). Sven Bammert konnte im letzten Fight verletzungsbedingt nicht mehr antreten und so holte sich der Bristner mit dem fünten Schlussrang das verdiente Diplom. In der Gewichtsklasse bis 80kg verlief der Start für Lars Epp nicht wunschgemäss. Er verlor gegen Lino Grossmann mit einer technischen Unterlegenheit (0:10). Anschliessend drehte der Seedorfer jedoch entscheidend auf und holte sich zwei Siege durch technische Überlegenheit gegen Tiago Jorge Jaria (12:0) sowie Lukas Marbacher (11:0), einen hauchdünnen 8 zu 8 Punktesieg gegen Dominic Keller, Schultersieg gegen Alain Heller sowie einen Punktesieg gegen Volodymyr Vasylchenko (3:2). Somit traf Epp im kleinen Finale auf Joel Marti. Er fand jedoch keinen Weg, an Zählbare zu kommen und verlor mit 0 zu 5 Punkten. Somit musste er sich mit dem vierten Schlussrang und dem Diplom zufrieden geben. Die Brüder Sven und Yannick Epp traten beide eine Gewichtsklasse höher bis 86kg an. Yannick Epp musste im Startkampf eine Niederlage durch technische Unterlegenheit gegen Nick Scherrer hinnehmen. Anschliessend holte er sich zwei Schultersiege gegen Quentin Scrobota und Netanael Sky Hrasche. Im Fight gegen Robin Zwick musste sich Epp dann aber selbst auf die Schultern legen lassen. Im letzten Kampf gegen Nathan Richard drehte Epp dann jedoch nochmals voll auf, gewann mit 13 zu 0 Zählern frühzeitig und sicherte sich den fünften Schlussrang inklusive Diplom. Für Sven Epp war der Wettkampf nach drei Fights zu Ende. Er musste sich gegen Remo Kneubühler mit einer 2 zu 3 Punkteniederlage geschlagen geben. Holovchenko Sviatoslav bezwang er durch eine technische Überlegenheit (19:6). Gegen Robin Zwick kam er jedoch nicht zum Punkten und verlor frühzeitig mit 0 zu 10. So platzierte er sich auf dem siebten Schlussrang. Nach seinem ersten Kranzgewinn vom letzten Wochenende startete Flavio Herger bis 97kg ebenfalls erfolgreich mit einem Schultersieg gegen Louis Palley ins Wettkampfgeschehen. Anschliessend folgten jedoch drei Niederlagen gegen Kimi Käppeli (2:9), Jacek Adam Fudalej (0:10) sowie Michael Nydegger (7:10). So belegte Herger den sechsten Schlussrang und holte sich das Diplom.

Die Coaches Richi Gisler, Erich Gisler und Sven Gamma blicken auf sehr zahlreich besuchte Schweizermeisterschaften zurück und können mit total fünf Meistertiteln, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen sowie acht Diplomen zufrieden sein mit den Leistungen der Urner-Fraktion. Ein grosses Dankeschön gilt auch dem Masseur Urs Poletti sowie den zahlreich mitgereisten Urner Fans. Einmal mehr zeigte sich, dass nur als Team solch grossartige Erfolge gefeiert werden können.