Start in die Rückrunde missglückt

Nach fünf Niederlagen in der Vorrunde, gelang es dem Team aus Schattdorf auch im ersten Rückrundenduell nicht zu dominieren. In der Vorrunde verlor das Team noch mit 9 zu 27 Punkten, nun konnten sie deutlich zusetzen und verloren lediglich mit 15 zu 21 Zählern. Die Klosterdörfler nahmen jedoch auch einige Rochaden in der Aufstellung vor.

Von: Caroline Bucher

Yannick Epp bei seinem Schultersieg gegen Silvan Steinauer

Momtaz Hossein Alizada zeigte erneut einen engagierten Kampf gegen Oleksander Golin. Er geriet zwar früh in Rückstand, sicherste sich aber ebenfalls erste Zähler (2:7). Golin dominierte den Fight nach Belieben, doch Alizada wehrte sich mit Leibeskräften. Nach rund zwei Minuten Kampfzeit musste der Schattdorfer dann jedoch bei einem Punktestand von 2 zu 12 eine Schulterniederlage hinnehmen. Christoph Waser und Sven Neyer lieferten den Zuschauern ein packendes Duell. Die ersten 90 Sekunden war das Duell sehr ausgeglichen, bis Waser am Mattenrand durch einen schönen Angriff die ersten fünf Punkte holte. Weitere zwei Aktionen am Mattenrand, bei welchem der Beckenrieder stets sehr aufmerksam und überzogen agierte, brachten ihm die 7 zu 0 Führung ein. Erst in der letzten Kampfminute konnte Neyer erstmals kontern und holte sich die ersten Punkte. Die letzte, sehr gefährliche Aktion erlaubte es dem Klosterdörfler noch auf 7 zu 6 Punkte zu verkürzen, doch das Schlusssignal sicherte Waser den 7 zu 6 Punktesieg. Bis 61kg Freistil zeigte Thomas Epp der ehemaligen Schattdorfer Verstärkung Stone Perlungher deutlich auf, wer der Favorit ist. Perlungher konnte sich zwar am Mattenrand den ersten Punkt sichern, doch anschliessend gab es nur noch für den Flüeler Zählbares. Epp drehte gegen Kampfende nochmals deutlich auf und dominierte mit insgesamt 14 zu 1 Zählern deutlich. Flavio Herger luchste dem Internationalen Damian von Euw in der ersten Aktion zwei wichtige Punkte ab, verlor anschliessend jedoch deutlich mit einer technischen Unterlegenheit (2:20). Simon Gerig fand gegen Jan Neyer nicht recht ins Greco-Kampfgeschehen und fand sich von Beginn weg in der Defensivrolle wieder. Gerig blieb jedoch stets fokussiert und engagiert, konnte jedoch die 0 zu 11 Punkteniederlage nicht abwehren. Schattdorf lag zur Kampfhälfte mit 6 zu 13 Punkten hinten. Das Duell zwischen Lars Epp und Yves Neyer verlief bis zur Pause ausgeglichen (0:1). Nach der Pause hatte lange Neyer das Kampfgeschehen weiterhin in seinen Händen, doch Epp behielt einen klaren Kopf und konnte zum 2 zu 5 verkürzen. Neyer liess sich jedoch nicht beirren und konnte kurze Zeit später wieder aufdrehen und zum 2 zu 9 Endresultat aufstocken. Der Kampf zwischen Michael Epp und Lars Neyer war sehr ausgeglichen. Bis zur Pause trennte die beiden lediglich ein Punkt zugunsten der Klosterdörflers (0:1). Direkt im Anschluss konnte Epp ausgleichen, musste aber kurze Zeit später weitere Punkte abgeben, konnte sich aber aus einer sehr prekären Lage befreien. Der Flüeler verlor am Ende mit 1 zu 5 Punkten. Yannick Epp konnte einen Angriff von Silvan Steinauer optimal auffangen und gleich zu seinem Vorteil ummünzen. Durch weitere Angriffe konnte er mit insgesamt 8 zu 0 Punkten in Führung gehen. Doch Epp nahm erst Fahrtwind auf und konnte stets weiter punkten, musste lediglich einen Zähler am Mattenrand abgeben. Die deutliche Führung von 13 zu 1 Punkten kürte der Urner am Ende gar noch mit einem Schultersieg. Benjamin Gander musste für einmal nicht als letzter ran, sondern startete gegen Jan Walker im griechisch-römischen Stil. Gander übernahm in der ersten Halbzeit den Lead und holte sich mit jeder Aktion Punkte. Walker bewies jedoch gute Defensivarbeit und machte das Punkten schwer. Zur Kampfhälfte lag Gander deutlich mit 8 zu 0 Punkten vorne. Nach der Pause konnte der Einsiedler dann mit einer blitzschnellen Aktion auf 4 zu 8 verkürzen. Walker war deutlich am Drücker und konnte mehrere Wertungen für sich verbuchen, doch Gander liess sich nicht beirren und konnte ebenfalls wieder punkten. Beide Ringer zeigten grosser Kampfwille und holten sich mit jeder Aktion weitere Zähler, sodass am Ende beide je 12 Punkte auf ihrem Konto hatten. Gander wurde für seinen grossen Einsatz und die Dominanz in der ersten Halbzeit belohnt und konnte den Fight hauchdünn für sich entscheiden. Aaron Zberg musste in der ersten Halbzeit drei Punkte in Schwyzer Hände geben. Auch nach der Pause war Kay Neyer dominanter und entschied das Duell am Ende mit 1 zu 5 Punkten für sich.

Nach der deutlichen Vorrundenniederlage zeigten die Urner gegen ein etwas anders aufgestelltes Einsiedeln gute Leistungen. Sie boten den zahlreichen Zuschauern so einiges an Spektakel und spannende Zweikämpfe. Dennoch befinden sich die Urner weiterhin am Tabellenende und bekommen es nächsten Samstag, 18. Oktober 2025 auswärts gegen Oberriet zu tun.