Niederlage gegen den Titelverteidiger Willisau

So klar das Endresultat von 12 zu 22 auch aussieht, Coach Michael Jauch nimmt dennoch viel Positives aus dem Kampf mit. Schattdorf zeigte kämpferisch eine gute Leistung, worauf sich in den nächsten Runden gut aufbauen lässt. Leider unterliefen den Urnern zu viele kleine Fehler, welche es in den nächsten Begegnungen auszumerzen gilt. So wurden drei Kämpfe unglücklich in die Hände der Willisauer abgegeben und das Endresultat fiel deutlicher als nötig aus.

Von: Caroline Bucher

Sven Gamma gegen Timon Zeder

Bereits in der ersten Runde der neuen Saison mussten die Urner den Flüeler Thomas Epp ersetzen, welcher sich in den Vorbereitungen für die Aktiv-Weltmeisterschaften befindet. Stone Perlungher eröffnete die NLA-Saison für die Schattdorfer. Perlungher traf auf Abdul Rashid Hotak. Die beiden Athleten zeigten lange einen ausgeglichenen Kampf, in welchem lediglich die Aktivitätszeit gegen Perlungher für den ersten Zähler sorgte. Dies schien Perlungher zu wecken und führte zu einem aktiveren Kampfstil des Schattdorfers, welcher dann mit 2 zu 3 Punkten in die Pause ging. Der Willisauer baute seinen Vorsprung in der zweiten Kampfhälfte weiter aus. Perlungher liess sich davon jedoch nicht beirren und startete seinerseits weitere erfolgreiche Angriffe. Es reichte am Ende aber trotzdem nicht für eine Aufholjagt und Perlungher musste sich mit einer 4 zu 6 Punkteniederlage zufriedengeben. Christoph Waser musste gegen Delian Alishahi verletzungsbedingt Forfait geben. Sven Gamma und Timon Zeder kennen sich beide aus vergangenen Jahren. Beide zeigten sich sehr abgeklärt und unterbanden dem Gegner die Möglichkeiten anzugreifen. Erst rund eine Minute vor Kampfende gelang es Zeder die entscheidenden Punkte zum 3 zu 1 Punktesieg zu machen. Flavio Herger und Daniel Häfliger zeigten ebenfalls ein Duell auf Augenhöhe, in welchem lange lediglich eine Aktion neben den Aktivitätszeiten Punkte einbrachte. Herger gelang es anschliessend mit einem Punkt auf 2 zu 3 zu verkürzen. Zeitgleich mit dem Schlusspfiff lancierte der Willisauer nochmals einen gefährlichen Angriff, welcher dann jedoch wegen dem Ablaufen der Kampfzeit punktlos blieb. Trotz einem sehr kämpferischen Auftritt von Herger lag an diesem Wochenende nicht mehr drin und somit ging der Fight erneut an die Luzerner. Der mehrfache Schweizermeister und sehr erfahrene Simon Gerig liess gegen Patrick Kurmann nichts anbrennen. Er machte von Beginn weg klar, wer der Favorit ist und punktete von Aktion zu Aktion. Nach rund zwei Kampfminuten sicherte sich Gerig den Sieg durch technische Überlegenheit (15:0). Mit einem Rückstand von 7 zu 10 Punkten gingen die beiden Innerschweizer-Mannschaften in die Pause.

Weiter ging es mit dem Duell zwischen Yannick Epp und Rasul Israpilov. Israpilov ging früh in Führung und konnte diese bis zur Kampfhälfte auf einen 6 zu 0 Punktevorsprung ausbauen. Epp liess sich davon nicht beirren und zeigte sich weiter engagiert. Kurz vor Kampfende gelang es ihm zum 2 zu 6 Punkteendstand zu verkürzen. Peter Zberg und Mathias Martinetti zeigten einen sehr attraktiven Kampf. Eine Aktion jagte die nächste, wobei Zberg zur Pause mit 6 zu 1 Punkten vorne lag. Mehrmals war Martinetti in der Rückenlage arg in Bedrängnis und Zberg entging nur knapp einer frühzeitigen Entscheidung durch einen Schultersieg. Doch dann folgte die Aufholjagt des Willisauers. Martinetti gelang es bis auf 9 zu 10 Punkte aufzuschliessen, doch der Urner konnte sich den hauchdünnen Punktesieg sichern. Die Willisauer führten somit nach sieben von zehn Kämpfen mit 13 zu 10 Punkten, doch es war noch alles möglich. Mansur Mavlaev hatte jedoch anderes im Sinne und liess Sven Epp keine Chance zu punkten. Mavlaev holte sich den Sieg durch technische Überlegenheit (0:16) und liess die Willisauer mit 17 zu 10 Punkten davonziehen. Zwei Kämpfe vor Schluss konnten immer noch beide Teams das Momentum zu ihren Gunsten drehen. Lars Epp behielt trotz Punkterückstand einen klaren Kopf und holte sich seinerseits Zähler gegen Florian Bissig. Immer wieder lancierte der Urner Angriffe, doch der Luzerner zeigte eine starke Defensivarbeit. Ein spannender Kampf, welchen Epp mit 4 zu 9 Punkten an den Willisauer abgeben musste. Somit war der Sieg von Willisau bereits besiegelte Sache. Doch Benjamin Gander zeigte im letzten Kampf des Abends gegen Jonas Bossert dennoch eine super Leistung. Gegen Gander musste der ehemalige Internationale jeden Punkt sehr hart erkämpfen. Und nicht nur das, Gander bewies bis zum Schluss grosser Kampfwille und musste sich nur knapp mit 3 zu 5 Punkten geschlagen geben. Ein paar kleine Unachtsamkeiten in einem und jenem Kampf, ein paar kleine Fehler hie und da und schon mussten die Urner wichtige Mannschaftspunkte an die Willisauer abgeben. Wären diese Kämpfe nur etwas anders ausgefallen, hätte das Endresultat auch anders aussehen können. So musste sich das Team um Coach Michael Jauch am vergangenen jedoch mit einer 12 zu 22 Punkteniederlage geschlagen geben. Nun müssen die Urner aus ihren Fehlern lernen, diese aufarbeiten und es beim nächsten Kampf besser machen. Bereits nächsten Samstag, 9. September 2023 geht es auswärts in der Sporthalle Merenschwand gegen Freiamt um die nächsten Tabellenpunkte.