Letzter Saisonkampf vor den Playouts

Beim heimischen Kampf gegen Kriessern gab es für das junge Schattdorfer Team erneut keine Punkte zu holen. Mit einer 14 zu 26 Punkten Niederlage schlossen die Urner die reguläre Meisterschaft abgeschlagen auf dem letzten Tabellenrang ab.

von Caroline Christen

Für die Schattdorfer ging es gegen den amtierenden Schweizermeister aus Kriessern einzig und allein noch darum, wichtige Erfahrungen zu sammeln, bevor es in die Auf- bzw. Abstiegsrunde geht. Die Rheintaler hingegen kämpften im Fernduell gegen Freiamt noch um den zweiten Tabellenrang. Die Kriesserer diktierten ganze vier Fünftel des Kampfes nach Belieben und zeigten der jungen Schattdorfer Truppe einmal mehr die Grenzen auf. Die Niederlage geht in Ordnung, wobei einzig Thomas Epp und Simon Gerig für Glanzlichter sorgten. 

Der junge Nico Lüchinger bestritt gegen Thomas Epp seinen ersten NLA-Kampf. Epp spielte seine Erfahrung von Beginn an aus und brachte seinen Kontrahenten in Bedrängnis. Sein Sieg war nie in Gefahr und er gewann souverän mit 16 zu 0 Punkten durch technische Überlegenheit. Den Anschluss machten die beiden jungen Ringer Christoph Waser und Noel Hutter. Die beiden lieferten sich ein umkämpftes Duell, welches in der ersten Hälfte sehr ausgeglichen war (2:3). Trotz viel Einsatz und weiteren Punkten von Waser zog Hutter kurze Zeit später am Schattdorfer vorbei und gab die Führung bis zum Kampfende nicht mehr ab (6:17). Simon Gerig liess gegen den jungen Dorien Hutter nichts anbrennen und punktete in jeder Aktion. Frühzeitig konnte er mit 16 zu 0 Punkten den Kampf durch technische Überlegenheit entscheiden. Michael Jauch trat gegen den jungen Ramon Betschart an. Ramon Betschart gewann all seine diesjährigen NLA-Duelle und wollte seine weisse Weste beibehalten. Betschart zeigte sich gegen Michael Jauch sehr aufsässig und gestaltete den Kampf aktiv. Unteranderem punktete er mit seiner Spezialaktion, dem Durchdreher, und konnte gegen den Schattdorfer Routinier Jauch mit 3 zu 1 Punkten gewinnen. Spritzig und etwas hektisch startete der Fight zwischen Sven Gamma und Christoph Wittenwiler. Gamma bewies gute Übersicht und ging mit 7 zu 0 Punkten in Führung. Beim nächsten Angriffsversuch gelang es dem Rheintaler im entscheidenden Moment zu kontern und fortan nahm dieser das Kampfzepter in die Hand. Trotz weiteren Versuchen zu punkten, kam Gamma in Bedrängnis und konnte sich nicht mehr davon befreien. Ganze 22 Punkte sicherte sich Wittenwiler in Folge, was zur vorzeitigen Kampfentscheidung zugunsten des Kriesserers durch technische Überlegenheit führte (7:22). Schattdorf führte zur Pause hauchdünn mit 11 zu 9 Punkten.

Ramon Epp geriet gegen Damian Dietsche früh in Rückstand. Er blieb jedoch stets konzentriert und seine Aufsässigkeit zahlte sich mit dem Anschlusspunkt zum 1 zu 14 aus. Kurze Zeit später erhöhte Dietsche jedoch auf 16 zu 1 und setzte dem Kampf ein vorzeitiges Ende. Dominik Laritz wurde im Kampf gegen Sven Epp seiner Favoritenrolle gerecht und liess dem Urner keine Punkte zu. Nach wenigen Sekunden in der zweiten Kampfhälfte war der Fight dann mit einer 0 zu 15 Punkte Niederlage durch technische Unterlegenheit vorbei. Benjamin Gander knüpfte an seinem Erfolg von letzter Woche an und zeigte gegen Tobias Betschart eine gute Leistung. Er war angriffig, spritzig und frech. Dennoch war ihm Betschart stets einen Punkt voraus. Gander bewies jedoch Nerven und konnte immer wieder verkürzen, musste den Kampf aber mit 7 zu 13 Punkten an den Rheintaler abgeben. Fabian Epp punktete mit einer blitzschnellen Aktion am Mattenrand und verschaffte sich so eine 4 zu 0 Punkteführung gegen David Loher. Bei diesen vier Punkten blieb es jedoch für den Urner. Fortan punktete nämlich nur noch Loher. Bereits die nächste Aktion brachte das Unentschieden und weitere Aktionen brachten dem Kriesserer einen 7 zu 4 Punktesieg ein. Der junge Internationale Marc Dietsche machte gegen Yannick Epp kurzen Prozess und krönte seine erste Aktion gleich mit einem Schultersieg. 

Im Abschlusskampf der Qualifikation der NLA verloren die Schattdorfer mit 14 zu 26 Punkten gegen die Rheintaler. Bereits nach dem ersten Saisonkampf zeichnete sich eine schwere Saison für das Urner Team ab. Trotz grossem Kampfeinsatz und mit vielen jungen Ringern bestückt verkauften die Schattdorfer ihre Haut teuer, jedoch kamen sie während der ganzen Saison nicht über ein Unentschieden gegen Einsiedeln hinaus. Somit müssen die Urner in die Auf- bzw. Abstiegsrunde. Diese beginnt am 30. November in der heimischen Grundmatte in Schattdorf. Wer der Gegner sein wird, das Team Valais oder Oberriet-Grabs, ist zurzeit noch nicht bekannt und wird erst am nächsten Wochenende entschieden. 

Fotos: Regula Epp