Aufstellungspoker ging auf…

Hutter Premium League: RR Schattdorf – RR Hergiswil 20:16
Gastgeber legten Grundstein zum Erfolg in erster Halbzeit. Einzug in die Halbfinals ist mit dem Sieg wieder Gesprächsthema geworden.

von Ruedi Ammann

IMG_4930Die vierte Runde der Staffelmeisterschaft in der obersten nationalen Stärkeklasse hatte es am Samstagabend in sich. Zum einen hatten sich die Schattdorfer Fans nur bedingt Chancen ihres Teams gegen die Tabellenzweiten aus Hergiswil ausgerechnet – (erfreuliche…) Fehlanzeige (20:16)! Zum andern war seitens der Auguren eine Niederlage Willisaus gegen das bislang punktelose Einsiedeln kaum in Betracht gezogen worden – erneute Fehlprognose: Das Team aus dem Klosterdorf schlug den renommierten Luzerner Verein hauchdünn (20:19). Einzig Kriessern wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Die Ostschweizer Tabellenführer zwangen die Staffel aus dem Freiamt in die Knie (20:15). Das Zwischenklassement, unmittelbar vor Meisterschaftshalbzeit: 1. Kriessern 8, 2. Hergiswil, Schattdorf und Freiamt je 4, ferner Willisau und Einsiedeln mit je 2 Zählern am Schluss der Bilanz.

Knappe Führung zur Pause
Schattdorfs Vereinspräsident Stephan Imholz erhielt es zum Auftakt des von rund 350 Kiebitzen (aus beiden Lagern) in der Grundmattehalle besuchten Fights mit dem erst 18-jährigen Nachwuchstalent Patrik Rölli im Freistil zu tun. Der Einheimische geriet nach ausgeglichenem Auftakt immer deutlicher in Schieflage, um bis zur Pause bereits mit 6:12 im Hintertreffen zu liegen und das Duell schliesslich nach technischer Unterlegenheit (6:22) zu verlieren. Teamtrainer Michi Jauch erhielt es im obersten Gewicht (130 kg, Greco) mit einem Kranzgewinner des letzten „Eidgenössischen“, Martin Suppiger, zu tun. Jauch, der nach seiner rund einjährigen verletzungsbedingten Pause erst seinen zweiten Ernstkampf bestritt, zog mit 2:0 und 3:1 in Front. Der ungestüm zur Sache gehende Luzerner glich in der Folge aus und zog in Front, um den Einsatz schliesslich mit 7:3 Punkten für sich zu Kempf elias RRSentscheiden. Schattdorf lag in der Teamwertung somit 2:6 hinten. Sven Gamma trat gegen Thomas Wisler auf die Matte (61 kg, Greco), dabei gleich mit einer genialen Viererwertung in Erscheinung tretend. Der Schattdorfer Wirbelwind bereitete dem „Spuk“ bereits nach elf Sekunden ein Ende: Schultersieg. Die RRS-Staffel hatte damit ausgeglichen (6:6). Beeindruckend schlug sich Elias Kempf gegen Urs Felber (97 kg, Freistil). Er rettete einen Minivorsprung (1:0) in die Pause, um danach mit grobem Geschütz aufzufahren und über 3:0 mit 6:0 in Front zu ziehen. Erst mit einer Viererwertung (zum 6:4) brachte sich Felber wieder ins Gespräch, doch rettete der Urschweizer Akteur den Vorsprung routiniert über die Zeit, die RRS dadurch auf 8:7 in Front katapultierend. Im letzten Duell vor der Pause trat Simon Gerig gegen David Wisler (65 kg, Freistil) an. Gerig zog munter vom Leder, um das Duell schliesslich nach technischer Überlegenheit (17:2) für sich zu entscheiden. Schattdorf trat die Pause mit einer vielversprechenden 12:8-Reserve an.

Spannender zweiter Wettkampfteil
Ruedi Appert, die Verstärkung aus Brunnen, trat zum sechsten Duell gegen Akos Korica (86 kg, Greco) an. Er kassierte dabei seine erste IMG_4902Punkteniederlage in der laufenden Staffelmeisterschaftssaison (0:2). Nicolas Christen kreuzte die Klinge mit Patrick Stadelmann (70 kg, Greco). Der WM-Teilnehmer, welcher sich vor dem Wettkampfabend noch für seine jüngsten Leistungen an der WM hatte auszeichnen lassen, landete einen verdienten Punkteerfolg (4:2). Heinz Zberg liess den Tagessieg der RSS mit seinem souveränen Punktesieg (7:1) gegen Raphael Kaufmann (80 kg, Freistil) in greifbare Nähe rücken. Den vorletzten Fight IMG_4912bestritt Pascal Gisler gegen Martin Grüter (74 kg, Freistil). Gisler konnte mit einer 1:3-Niederlage die ersehnten Punkte noch nicht erringen. Schliesslich liess sich Newcomer Matteo Dodos gegen Patrick Kunz (74 kg, Greco) einen recht klaren Punkteerfolg (10:6) gutschreiben, was für die RRS mit 2:1 Teampunkten zu Buche schlug und das eingangs erwähnte 20:16 Tatsache werden liess.